Im aktuellen ‘Spiegel’ kommt Johann-Dietrich Wörner mit ein paar Interessanten Dingen um die Ecke. Von der technischen Seite her sind vor allem die Ideen für den europäischen Weltraumfrachter ATV spannend. Den will er möglichst als Servicemodul in das US-Raumschiff “Orion” integrieren. Klar, eine Orion ohne deutsche Beteiligung ginge schon kulturhistorisch nicht! ;)

Aber auch sonst. Orion wird von Lockheed Martin als eine Möglichkeit entwickelt, wie die NASA in absehbarer Zeit wieder selbst Menschen ins All bekommt. Wenn sich das ATV da ankoppeln ließe, wäre das wohl für alle von Vorteil. Es bräuchte etwas weniger Entwicklungs-Ressourcen in den USA und die hätten dann gleich was erprobtes. Und hier könnte man die Dinger in größeren Serien bauen und somit billiger machen. Wörner sagt dazu:

“Das ist eine Riesenchance, die uns auf dem Silbertablett geboten wird; wir müssen nur zugreifen!”, erklärt Wörner. “Wenn wir ja sagen, könnten wir bei künftigen bemannten Flügen jenseits des Erdorbits dabei sein – schließlich hat die Nasa angekündigt, mit dem Orion-Raumschiff Astronauten zum Mond oder sogar zu Asteroiden reisen zu lassen.”

Keine Ahnung, wie weit da schon Gespräche oder gar Planungen laufen. Vielleicht bekomme ich da ja Freitag mehr zu raus. Aber Wörner sieht da noch andere Möglichkeiten. Ein modifiziertes ATV könnte auch rumfliegen und Weltraumschrott einsammeln. Dass sich das Raumschiff selbstständig an Objekte rannavigieren und andocken kann, hat es ja bei der ISS schon bewiesen. Vielleicht gibt es ja also eine große Zukunft für das ATV darüber hinaus, nur Zulieferer für die Raumstation zu sein.

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