Das ist doch mal eine ordentliche Technologie-Umwidmung: Die US-Geheimdienste haben der NASA zwei Spionage-Satelliten überlassen. Die Satelliten sind im Grunde fliegende Teleskope, die noch nicht ins All geschossen wurden, sondern noch irgendwo rumlagen. Die können nun also für Forschung statt für Überwachung eingesetzt werden.

Was aber doch zumindest für eine hochgezogene Augenbraue sorgt: Die beiden Teleskope haben die Größe und Leistungsfähigkeit des Hubble Space Telescope! Da plagt sich die Forschung über Jahre ab, solch ein Teleskop in den Orbit zu kriegen, mit dem inzwischen echt wichtige Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Und Geheimdienste haben solche Teile im Doppelpack in der Garage liegen. Mal abgesehen davon, dass da mit Sicherheit auch welche oben rumfliegen, die gucken können, ob der Zuckerwürfel im Tee vor uns schon fertig aufgelöst ist. Bäh!

(Hubble-Foto vom Carina-Nebel)

Für die NASA heißt das nun allerdings erstmal noch nicht, dass Hubble einfach angelöst werden kann. Die Satelliten haben einerseits etwas andere Spezifikationen, die erstmal angepasst werden müssen. Außerdem sind da noch keine Aufnahme-Instrumente drin. Und entsprechende Missionen mit dem ganzen Background zur Auswertung der gewonnenen Daten müssen auch erstmal geplant und organisiert werden. Aber gut. Immerhin ein Anfang.

(Quelle: Washington Post)

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