Die Leute am European Southern Oberservatory (ESO) haben entdeckt, dass es auf der Erde Leben gibt. Klingt komisch, ist aber so. Diese Glanztat ist ihnen mit dem Very Large Telescope vom Paranal-Observatorium gelungen, das in Chile auf einem Anden-Hochplateau steht. Und wie es sich für richtige Science-Nerds gehört, haben sie nicht einfach die Tür aufgemacht und rausgesehen. Das wäre zu unsicher gewesen, schließlich sind sie da in der Wüste. Sie kamen stattdessen auf die Idee, einen kleinen Umweg über den Mond zu nehmen.

Klingt alles seltsam, hat aber wie so einiges, dass im Wissenschaftumfeld komisch wirkt, durchaus seinen Sinn. Es geht darum, nach Methoden zu suchen, mit denen sich auch auf Planeten, die in anderen Sonnensystemen liegen, darauf untersuchen lassen, ob es auf ihnen Leben gibt. “Ein Teil des Sonnenlichts, mit dem die Erde beleuchtet wird, wird zurück ins Weltall reflektiert und trifft auf den Mond. Die Mondoberfläche wirkt dann wie ein riesiger Spiegel, der das Licht wieder zurück in unsere Richtung wirft. Dieses schwache Licht haben wir mit dem VLT untersucht”, erklärte Michael Sterzik von der ESO.

In dem schwachen Restlicht wird nach so genannten Biosignaturen gesucht. Denn komplexe organische Verbindungen hinterlassen im Licht ihre Fingerabdrücke. Und die will man auch im Licht von Exo-Planeten suchen, die von ihrem Stern angestrahlt werden. Und bei der Analyse des schwachen Restlichts, das erst auf die Erde, dann auf den Mond und dann ins Teleskop fällt, konnte man immerhin schon erkennen, dass es Ozeane gibt und wie dicht die Wolkendecke gerade ist. Insofern: Wenn ihr mitbekommt, dass Wissenschaftler irgendwas total seltsames tun, besser erstmal nachfragen, bevor man sie einweist. ;)

(Bild: ESO/L. Calçada)

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