Im ‘Spiegel‘ gab es dann heute mal richtig gute Nachrichten: Die Bundesregierung will in der Raumfahrt zukünftig auch mit China zusammenarbeiten. Angesichts der knappen Kassen bei den bisherigen Partnern im Grunde ein logischer Schritt.

“Die Chinesen haben große Ambitionen und verfügen über so riesige Mittel, dass wir in Bereichen wie der bemannten Raumfahrt gar nicht mithalten können”, sagte Peter Hintze, der Raumfahrtbeauftragte der Bundesregierung. Die Konsequenz müsse sein, “die Kooperation zu suchen”.

Und zumindest in diesem Bereich scheinen ja endlich Köpfe am Werk zu sein, die nicht mehr in den Kategorien des Kalten Krieges denken:

Während die Amerikaner es ablehnen, China Zugang zur Internationalen Raumstation ISS zu gewähren, sieht Hintze dies als sinnvoll an. Bei der wissenschaftlichen Erkundung des Mondes und des Sonnensystems sei die chinesische Raumfahrtoffensive “eine Bereicherung”, sagte er. (…) Im Gegensatz zu Deutschland sind die USA sehr auf Abgrenzung zur neuen Weltraummacht China bedacht. “Wir sollten nicht in die gefährliche Rhetorik eines neuen Kalten Kriegs im Weltraum verfallen”, warnt der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Johann-Dietrich Wörner.

Aber so ein kleines Ding kommt ja doch noch:

Hintze würde die Chinesen am liebsten auch für eine Zusammenarbeit beim Navigationssystem Galileo gewinnen.

Klar. Das ist von der Sache her auch sinnvoll. Aber hier spielt vermutlich auch die Tatsache eine Rolle, dass Galileo für Europa wohl nie eine gewinnbringende Sache sein wird, sondern ein heftiges Zuschussgeschäft. Was ja aber auch ok ist. Immerhin ist das eine nicht ganz unwichtige Infrastruktur-Maßnahme. Straßen sind ja auch nicht gerade ein profitabler Bereich.

Und in eigener Sache: Für den hundertsten Beitrag in diesem Blog ist es doch auch schön, ein Thema zu haben, dass unsere Wissenschaftsgemeinde letztlich hoffentlich bereichern wird. :)

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