Andrew Chaikin, achtbarer Wissenschafts-Journalist und Autor des Buches “A Man on the Moon: The Voyages of the Apollo Astronauts”, hat mal eine Stellungnahme zu dem Fakt abgegeben, dass in den USA der Raumflug verstärkt in die Hände der Privatwirtschaft gelegt wird. Verschiedene Leute bis hinein in die höchsten politischen Kreise haben da ja etwas gegen. Und ich finde das auch aus mehreren Gründen problematisch. Aber Chaikin hat da mal auf einen nicht ganz unwichtigen Aspekt hingewiesen.

Er kritisiert, dass es vor allem im Ingenieursbereich der staatlich finanzierten NASA ein viel zu bürokratisiertes Herangehen an die bestehenden Probleme gibt. Da hane sich ein Denken zementiert, dass alles Expeditionen über den Erdorbit heraus halt das fette Space Launch System (SLS) der NASA benötigen – “Monster-Raketen zu Monster-Preisen”. Er zieht da mal Vergleiche zum Apollo-Programm.

Da habe es auch Leute gegeben, für die sich die ganze Frage des Mondflugs im Grunde nur darauf beschränkte, mit der Saturn 5 eine Rakete zu haben, die stark genug ist. Solch ein Denken ist aber für Chaikin ein massives Problem. “Beim Erbe von Apollo in seinem Kern geht es nicht um große Raketen, es geht um den Mut zu neuen, alles verändernden Ideen”, schreibt er.

Und genau die sind seiner Ansicht nach derzeit eben eher bei Firmen wie SpaceX zu finden, wo intensiv Hirnschmalz investiert wird, um die bestehenden Probleme durch neue Methoden und nicht einfach durch immer größeren Ressourcen-Einsatz zu lösen. Er kommt zu dem Schluss, dass der Geist von Apollo heute eher bei diesen Unternehmen zu finden ist, und plädiert dafür, dass man diesen die Chance gibt, aufzublühen.

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