Die Aktion “Kirchenaustrittsjahr” läuft in zwei Tagen ab. Aber vielleicht gibt es ja noch den Einen oder Anderen, der noch den letzten Impuls benötigt. Daher hier mal noch ein Prachtexemplar von Leuten, mit denen man da in einem Verein ist. Es geht darum, dass der Düsseldorfer Bürger Andreas Vogt den Antrag stellte, die beiden Opfer (die Eine war gerade 16 Jahre alt) des letzten Hexenprozesses am Niederrhein von 1738 zu rehabilitieren. Der katholische Theologe Bernhard Meisen stellte einen Gegenantrag:

“Die Frauen waren wegen Gotteslästerung, Hostienschändung und sexueller Unzucht angeklagt. Dass beide Frauen in abergläubische Praktiken involviert waren, ist nach Stand der Akten unbezweifelt.” Und demnach sei “nach damaliger Weltsicht” der Tod auf dem Scheiterhaufen “so in Ordnung” gewesen.
Überhaupt empfände Meisen eine Rehabilitierung der Opfer “für ihn als Theologen als diffamierend”.

Beim zweiten Opfer, einer 47-jährigen Frau, lässt er da zwar schonmal einen gerade sein, aber das Mädchen da: Schuldig, ganz klar. Heute würde er zwar auch eher Therapie vorschlagen…allerdings wirkt das für mich irgendwie eher wie eine Schutzbehauptung, wenn man sich den Rest so ansieht. Ekelhaft! Übrigens: Der Antrag von Vogt wurde angenommen.

Man könnte an dieser Stelle sicher die Grundfragen der Religion diskutieren. Aber hey. Glaubt doch für euch, woran ihr wollt. Aber macht nicht mit einer Organisation, die gern solche Leute wie diesen Theologen – der mit ziemlicher Sicherheit kein bedauernswerter Einzelfall ist – als einen der Ihren hat, gemeinsame Sache. Man könnte Vergleiche herstellen, aber naja…

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