Wesley Traub vom California Institute of Technology hat sich die ersten Daten, die das Weltraum-Teleskop Kepler geliefert hat, hergenommen und nachgeschaut, wie viele Sterne, die unserer Sonne ähneln, auch Planeten haben, die einerseits etwa so groß wie die Erde sind (also halb bis doppelt so groß) und in einer Entfernung zu ihrer Sonne liegen, in dem flüssiges Wasser vorhanden sein könnte. Und das sind gar nicht so wenig. Er hat das dann also mal hochgerechnet: Demnach könnten 34 plusminus 14 Prozent der besagten Sonnen einen oder mehrere entsprechende Planeten haben, so sein Ergebnis.

Allerdings könnte sich durchaus herausstellen, dass die 34 Prozent ziemlicher Quark sind. Wohl deshalb ist da auch gleich mal so ein großer, denkbarer Abweichungswert drin. Das eine Problem ist beispielsweise der recht kurze Beobachtungszeitraum von erstmal nur 136 Tagen. Relativ sichere Angaben kann man da bisher nur für Planeten machen, die eine Umlaufzeit von bis zu 42 Tagen haben. Für alle, die länger brauchen, wird es dann unscharf. Vielleicht waren ja gerade viele Planeten hinter ihren Sonnen. Außerdem wurden bisher 156.000 Sterne beobachtet. Das sind im galaktischen Maßstab recht wenige. Das ganze könnte also ein statistischer Ausreißer nach oben sein.

Es heißt also erstmal: Weiter abwarten und nicht gleich alles für voll nehmen. Aber wenn Traub halbwegs recht hat, hätten wir in der Milchstraße locker mal eine Milliarde passender Planeten. Das würde das natürlich auch bedeuten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass da irgendwo Leben entstanden ist, recht gut ist.

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