Am letzten Wochenende ging übrigens mal wieder los in Richtung Mond. Das Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL) wurde von der NASA gestartet. Zum Jahreswechsel werden dann wohl hoffentlich nicht nur aus traditionellem Anlass die Korken knallen. GRAIL besteht aus zwei Satelliten, die am Mond zusammenarbeiten sollen, um verschiedene Messungen vorzunehmen. Vor allem hinsichtlich der Dichte und der daraus resultierenden Gravitationseigenheiten der verschiedenen Gegenden auf dem Mond.

Dabei geht es um nichts anderes, als um die Überprüfung einer gar nicht so bekannten Theorie. Es geht darum, dass der Mond auf der erdzugewandten Seite recht eben ist – wenn man mal von den Kratern absieht. Auf der Rückseite gibt es aber große Unebenheiten und Gebirge. Warum das so ist? Es gibt Vermutungen, dass wir vor sehr vielen Jahren mal zwei Monde hatten, einer davon etwa ein Drittel so groß, wie der andere. Die sollen dann irgendwann kollidiert und zu einem Mond verschmolzen sein.

Wem das noch nicht werrückt genug ist, der kann sich ja mal damit beschäftigen, wie da so gemessen wird. Man misst Veränderungen der Entfernung zwischen den beiden Satelliten. Wenn einer über ein Gebiet mit größerer Dichte und entsprechend höherer Gravitationswirkung fliegt, wird er etwas stärker angezogen. Solche Einflüsse sind zwar minimal, aber die Distanz zwischen beiden GRAIL-Flugkörpern kann auf ein Mikrometer genau bestimmt werden. Selbst wenn sich heraus stellt, dass es nicht zwei Monde gibt, erhofft man sich Erkenntnisse über die Entstehung des Mondes und einiger Planeten, die eine ähnliche Geschichte hinter sich haben.

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