Ihr wisst ja, dass es keine Freude ist, aufzuwachen, wenn es um einen herum kalt und dunkel ist – und das dann noch an einem Montag. Wie muss es dann erst sein, wenn man 2,5 Jahre Tiefschlaf so beendet. Rosetta soll das am Montag hinbekommen.

Rosetta ist eine Raumsonden-Mission der ESA – und nicht irgendeine. Sie ist so etwas wie meine Referenz für den Wahnsinn, den die Wissenschaft so hinbekommt. Vieles klingt ja im ersten Moment entweder halbwegs trivial (“Ok, da fliegen die nächsten Leute zur Raumstation.”) oder abstrakt-trivial (“Aha, die haben ein Teleskop in den Weltraum geschossen.”). Das ändert sich jedes mal, wenn es um Rosetta geht: Hey, da wurde das Ding gestartet, es fliegt zehn Jahre und mehrere Milliarden Kilometer im Wesentlichen ohne Antrieb oder Lenkung durch die Gegend und holt einige Male bei verschiedenen Planeten Schwung. Und wenn dann im nächsten Herbst dieser eine Komet in die Gegend kommt, soll es dann knapp daneben und genauso schnell die gleiche Bahn haben, um einen Landeapparat abzusetzen.

Das hat bisher noch bei jedem Staunen ausgelöst. Zu Recht. Das folgende Video gibt euch vielleicht noch einen etwas näheren Eindruck, warum es sich lohnt, am Montag die Daumen zu drücken und aufzupassen.

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