An dieser Stelle sei noch auf einen besonderen Geburtstag hingewiesen und ganz herzlich gratuliert: Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) wurde heute auf den Tag genau vor 25 Jahren gegründet.

Die GWUP verkörpert für mich eine recht ideale Verbindung zwischen Wissenschaft und Humanismus. Der Verein hat sich einerseits der wissenschaftlichen Aufklärung verschrieben. Gegenüber Anhängern verschiedener Glaubens- und Aberglaubens-Konstrukte werden von ihr aber keine ideologischen Mauern aufgebaut. Diese werden erst einmal ernst genommen – auch wenn sie mit recht seltsam anmutenden Thesen daher kommen.

Im Gegenzug wird aber eine ebensolche Offenheit erwartet. Wer behauptet, gesünderes Leitungswasser zu erschaffen, indem er dreimal am Tag gegen die Leitung tritt, oder Krebs durch Klanghölzer schnitzen heilen zu können, soll seine Gabe dann doch auch bitteschön mit erprobten Testverfahren überprüfen lassen.

So führt die GWUP immer wieder Doppelblind-Versuche mit Wünschelrutengängern durch oder arbeitet sich durch stapelweise medizinischer Studien, in denen die Wirksamkeit homöopathischer Mittel getestet wurde. Bis heute gelang es allerdings noch keinem Vertreter einer dieser Zünfte, nachzuweisen, dass seine Methoden tatsächlich funktionieren. Aber einen Versuch ist es durchaus Wert: Immerhin hat die GWUP hierfür recht stattliche Summen ausgelobt.

Wer mehr über das Wirken der GWUP wissen möchte, ist auf der Webseite der Organisation oder bei der Lektüre der Vereins-Zeitschrift ‘Skeptiker‘ erst einmal gut aufgehoben. Viel tiefer geht es allerdings mit der Podcast-Reihe Skeptoskop hinein, in der schon eine ganze Reihe von mehr oder weniger bekannten Vereinsmitgliedern interviewt wurden. Und ich denke, dass dieser Tag auch durchaus angemessen ist, meinerseits zu versprechen, den Mitgliedsantrag endlich auch wirklich abzuschicken und in den kommenden 25 Jahren näher dran zu sein.

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