Arachnophobie, also die Angst vor Spinnen, kann bei den meisten Betroffenen binnen weniger Stunden geheilt werden. Das zeigt die Praxis mit einer Therapie an der Northwestern University Feinberg School of Medicine. Der Knackpunkt dabei ist die Vermittlung von Wissen über die Tiere sowie die praktische Erfahrung, berichtet ‘Scientific American‘.

Den Betroffenen wird vermittelt, wie Spinnen so ticken und dabei werden sie Schritt für Schritt an sie herangeführt. Erst immer ein Stück weiter an das Terrarium, dann Berührung mit einer Zahnbürste, anfassen mit Handschuh und dann der direkte Kontakt. Die Hirnregionen, die dabei anfangs vor Angst losfeuerten, bleiben dann auch Monate später noch ruhig. Und hier handelt es sich nicht um Leute, die Spinnen einfach etwas eklig finden und ihnen aus dem Weg gehen, sondern um solche, die aus lauter Angst keine Wiese betreten oder tagelang ihre Wohnung verlassen, wenn da eine Spinne auftaucht.

(Foto: M. Dolly / Flickr)

 

Es hat endlich geklappt: Die Dragon von SpaceX ist auf dem Weg zur ISS. Nach dem Ende des Shuttle-Programms der US-Weltraumagentur NASA sieht es nun so aus, als ob der Weg in eine privatwirtschaftliche Raumfahrt funktioniert. Dragon wird das erste nichtstaatliche Raumfahrzeug, dass die ISS anfliegt. Der Launch hat funktioniert, jetzt kommen einige Test-Manöver und Freitag soll das erste Mal gekoppelt werden, wenn alles funktioniert.

Die ganze Geschichte hat mehrere Seiten. Eine ist natürlich die, dass die öffentlich finanzierte und genutzte Raumfahrt gerade etwas in die Hände einiger verspielter Milliardäre abgleitet. Aber das passierte mit anderen Innovationen früher auch. Die ersten Autos nutzten auch Leute als Fortbewegungsmittel, für die Kutschen mittlerweile zum Pöbel-Verkehrsmittel wurden. Vielleicht stoßen wir ja hier gerade die Tür zu einer Raumfahrt auf, die nicht mehr nur an Staaten hängt, sondern perspektivisch von jedem genutzt werden kann. Eine privatwirtschaftlich finanzierte Raumfahrt ist im Endeffekt unter den heutigen Vorzeichen der beste Weg, um uns allen letztlich ein unabhängiges Internet über unsere eigenen Satelliten aufzubauen.

 

Vom Glauben ist allerdings nichts mehr übrig geblieben. Ich glaube gar nichts mehr. Kein Esoterik-Kack, nichts. Mit 22 hatte ich noch mal die Angst „Was, wenn das doch alles wahr war? Wenn ich nun wirklich bald beim Weltuntergang grausam sterbe?“ Dank eines auf Sekten spezialisierten Psychologen konnte ich das allerdings überwinden. Nun tun mir meine ehemaligen Glaubensbrüder manchmal fast Leid. Meine Eltern beispielsweise denken ja immer noch, dass ich des Teufels bin und im Harmagedon umkomme, während sie ins Paradies gelangen. Das ist für die schon schlimm.

In der ‘Süddeutschen Zeitung‘ berichten drei Frauen über ihr Leben, die es geschafft haben, sich aus den Fesseln der Zeugen Jehovas zu befreien. Eindrucksvoll kommt herüber, wie sie letztlich nicht mit einem sicher auch berechtigten Hass, sondern auch mit Mitleid über jene sprechen, die noch in der Sekte festhängen und wie das andersrum nicht der Fall ist. Das ist laut einer kürzlich veröffentlichten Studie auch nicht verwunderlich. Denn diese kam zu dem Ergebnis, dass Atheisten und wenig religiöse Menschen eher mit Mitleid auf andere reagieren, als stark Gläubige.

Insgesamt ein sehr lesenswerter Beitrag, aus dem man einiges mitnehmen kann. Einen Kritikpunkt hab ich allerdings gegenüber der Redaktion: Warum werden als Ausstiegshilfen lediglich Ansprechpartner der Kirchen genannt? Gibt es da niemand anderen, beispielsweise bei der Humanistischen Union oder so?

 

Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder kann man wohl langsam wirklich als wissenschaftliche Einrichtung abschreiben. Da gab es in der Vergangenheit ja schon einiges an Seltsamkeiten. Jetzt kann man da aber mit Esoterik-Schwurbeleien einen Master-Abschluss bekommen.

Esoterischer Unfug, den ein Professor, der halbwegs bei Sinnen ist, allenfalls mit einer Gnaden-Vier bewerten würde? Keineswegs – meint jedenfalls das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften, an dem die Arbeit entstanden ist, und lobt sie in einem Newsletter als hervorragend.

So berichtet der ‘Spiegel‘. Es geht in der fraglichen Masterarbeit um Kontakt zu Außerirdischen und Verstorbenen sowie das Hellsehen und wie sie durch den Kozyrev-Spiegel unterstützt werden. ‘Esowatch‘ hat da eine recht gute Übersicht – auch darüber, wie allergisch die Unterstützer dieses Unsinns auf die Kritiken reagieren. Die GWUP verleiht der Uni gleich mal den Beinamen “Hogwarts an der Oder”…sehr treffend.

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