Dr. Martin Mahner, Leiter des Zentrums für Wissenschaft und kritisches Denken, wurde von ‘Deutschlandradio Wissen’ interviewt. Es geht um die Bedeutung des Wortes “Institut”, die nicht geschützt ist und somit von jedem genutzt werden kann. Das ist in vielen Fällen auch kein Problem. Nur wird es echt schwierig, wenn pseudowissenschaftliche Institute sich an eine echte Universität dranhängen.

Wie beispielsweise bei der Viadrina in Frankfurt/Oder. Da gibt es echt ein Institut für “transkulturelle Gesundheitswissenschaften” – also Pseudomedizin. Da haben sich Gläubige in die Uni eingekauft und es gab faktisch keinen Widerstand aus der Wissenschafts-Gemeinde, die sich damit ungläubig macht. Hier zeigt sich halt, dass auch die Wissenschaft nicht davor gefeit ist, sich zu prostituieren, wenn sie chronisch unterfinanziert ist. Kann man ja trotzdem mal anprangern. ;)

 

Einfach eine Momentaufnahme. Ohne weiteren Kommentar:

(Quelle: NASA, Klick für groß)

 

An dieser Stelle mal wieder ein Verweis auf einen Podcast – diesmal sogar eine komplette Neuerscheinung: Skeptoskop. Der Hoaxmaster des schon länger bestehenden Hoaxilla-Podcasts stellt in diesem die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) vor. Hier werden verschiedene Mitglieder der GWUP zu Wort kommen und über ihre Arbeit als Skeptiker sowie ihre Spezialbereiche berichten.

Im ersten Teil steht Rouven Schäfer, stellvertretender Vorsitzender der GWUP, zur Sprache. Dieser hat schon so einiges erlebt. Aber auch auf die kommenden Ausgaben darf man gespannt sein. Diese kommen immer zum Monatswechsel.

Überhaupt sei hiermit empfohlen, sich die GWUP mal etwas näher anzuschauen. Die machen eine extrem wichtige Arbeit, auch wenn es auf den ersten Blick manchmal etwas trocken aussieht. Aber da geht es halt um wissenschaftliche Arbeit und nicht um Marktschreierei.

 

Ich blickte schon vor einiger Zeit skeptisch auf jene Leute, die meinten, auch hierzulande das Konzept der Proteste in Spanien zu übernehmen und den Berliner Alexanderplatz zum Zeltplatz umzufunktionieren. Die Skepsis kam erstmal daher, da es hier ja gerade nicht tausende Leute waren, denen seit Jahren jegliche Perspektive verweigert wird. Im Gegenteil: Es handelte sich gefühlsmäßig eher um Leute, die man ansonsten eher in den gerade in Neukölln reihenweise aufpoppenden “Szene”-Kneipen antrifft. Und deren Schlag man schon länger aus den zwar super lockeren und konsensorientierten, aber doch auch oft recht konzeptlosen Uni-Streiks kennt.

Aber da es ja trotzdem gut ist, wenn sich Leute engagieren, ging es also darum mal etwas tiefer zu bohren und zu schauen, was da so dahintersteckt. Und das ist durchaus spannend. Die diffus fortschrittlich wirkende Bewegung hat nämlich so einige Leichen im Keller, die die kleine Hoffnung, dass da vielleicht doch etwas Großes entstehen könnte, schnell zunichte macht. Continue reading »

 

Mal wieder eine Zweitverwertung aus dem Hauptjob. Morgen sollen die ersten Galileo-Satelliten starten. Dabei feiern die europäischen Raumfahrt-Leute auch Sojus-Premiere:

Der Start der ersten beiden Satelliten für das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo steht unmittelbar bevor. Er soll am Donnerstag Mittag (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof der ESA in Kourou, Französisch-Guayana, aus erfolgen und dabei gleich eine Doppel-Premiere werden. Continue reading »

 

Oha. Wenn Hector Manterola von der National Autonomous University of Mexico Recht hat, können wir froh sein, dass es uns noch gibt. Zuvor aber noch eine kurze Abschweifung: Möglicherweise habt ihr ja schon vom Tunguska-Ereignis gehört. 1908 gab es in Sibirien eine gewaltige Explosion. In 30 Kilometern Umkreis wurden dabei 60 Millionen Bäume einfach umgeknickt und noch in 65 Kilometern Entfernung gingen Fenster zu Bruch. Eine wissenschaftliche Expedition, die das Zentrum des Ereignisses erreichte, gab es erst 1927. Diese fand – zur Überraschung aller – keinen Krater. Eine der Theorien ist es daher, dass ein Komet in die Athmosphäre eindrang, in ein paar Kilometern Höhe explodierte und so lediglich für eine gewaltige Druckwelle sorgte. Die Sprengkraft wird auf etwa das Tausendfache der Hiroshima-Atombombe geschätzt.

Aber nun zu der neuen Sache: Continue reading »

 

Mal wieder was zum Staunen: Satelliten bieten weit mehr als nur den Blick aufs große Ganze. Hier mal Radar-Aufnahmen davon, wie sich der Hauptbahnhof in Berlin und einig andere Strukturen ausdehnen, wenn sie im Sommer warm werden. Mit besten Gedanken an meine legendäre Thermodynamik-Klausur bei Herrn Brenn in meiner Abi-Zeit (Insider so…) ;)

 

Zum Ausgleich hinsichtlich der kleinen Beschimpfungen, hier mal eine schicke Sache: Spon schreibt mal was dazu, wie das Netz ganz praktische Solidarität ermöglicht. Statt “Waffen für El Salvador” gibt es jetzt “Kommunikation für Syrien”. Was sich ja heutzutage nicht mehr unbedingt mit klarem Ergebnis gegeneinander aufwiegen lässt… Internet: Revolutionshilfe aus Berlin.

 

Von wegen “früher war alles besser”. Damals lockte maximal ein Besuch in der Pionierrepublik und eine Urkunde. Heute gehts viel cooler. Hier ein heutiger Beitrag aus dem Hauptjob:

Die Video-Plattform YouTube und der Computer-Hersteller Lenovo bieten Schülern die Chance, ein eigenes Experiment in den Weltraum zu bringen. Die Initiative “YouTube Space Lab” soll Jugendliche weltweit für die naturwissenschaftliche Forschung begeistern.

In Zusammenarbeit mit den Weltraumagenturen NASA (USA), ESA (Europa), JAXA (Japan) und CSA (Kanada) sowie dem Raumfahrtunternehmen Space Adventures werden Schüler dazu aufgerufen, Vorschläge für Experimente einzureichen. Einige davon sollen später mit zur Internationalen Raumstation ISS gebracht und dort durchgeführt werden. Dies wird dann live im Internet übertragen, teilten die Partner mit.

Die jeweiligen Projekte können Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren allein oder in einem maximal dreiköpfigen Team erarbeiten. Der Vorschlag muss dann in einem Video präsentiert werden, dass auf einen eigens eingerichteten YouTube-Kanal geladen werden soll.

Eine Jury wird dann eine Vorauswahl treffen. Dem Gremium gehören unter anderem der Physiker Stephen Hawking, Guy Laliberté, der Gründer des Cirque du Soleil, sowie verschiedene Astronauten und Wissenschaftler an. Aber auch YouTube-Nutzer sind aufgerufen, ihre Meinung abzugeben. Letztlich sollen aus allein Einsendungen sechs Finalisten ausgewählt werden.

Diese werden im März kommenden Jahres in die USA eingeladen. Dort erwartet sie bereits ein besonderes Erlebnis: Sie erhalten die Gelegenheit, an einem Parabelflug teilzunehmen und dabei Schwerelosigkeit selbst zu erleben. Finalisten, die aus Europa kommen, werden außerdem von der ESA am EAC, dem europäischen Ausbildungszentrum für Astronauten, als Gäste empfangen. Sie können dann – geführt von ESA-Astronauten – die Anlage besichtigen und Gespräche mit Mitarbeitern führen.

Aus der Finalrunde werden letztlich zwei Sieger-Vorschläge ausgewählt. Die beiden Experimente werden dann im Sommer 2012 auf der ISS durchgeführt. Die beiden Gewinner können außerdem zwischen zwei Hauptpreisen wählen: Entweder sie nehmen an einem echten Kosmonauten-Training in Russland teil oder sind vor Ort dabei, wenn ihr Experiment von Japan aus mit dem HTV ins All startet.

 

So sieht das aus, wenn ein paar Bastler den Carmack Prize gewinnen wollen. Den hat John Carmack, der Entwickler der Computerspiele Doom und Quake, ausgelobt. Amateure, denen es gelingt, eine Rakete 30 Kilometer nach oben zu befördern und halbwegs heil unten wieder aufzusammeln, können hier 10.000 Dollar gewinnen.

Die hier sind sogar noch ein Stück höher gekommen. Die angebauten Kameras haben den ganzen Flug aufgezeichnet. Lediglich eine bekam einige Probleme, weil ihre Plastikabdeckung bei Mach 3 weggeschmolzen ist.

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